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Wer den Blogeintrag über den Workshop gelesen hat, konnte dort lesen, dass ich mir vorgenommen habe, meinen Bildstil weiter zu entwickeln. Er soll mehr Ausdruck und Geschichte bekommen, Emotionen im Betrachter wecken. Aber was genau ist eigentlich ein fotografischer Stil? Oder brauch man überhaupt einen einen wiedererkennbaren Stil? Darum soll es im folgenden gehen.

In letzer Zeit durfte ich öfters hören, dass ein paar Leuten der Stil meiner Bilder gefällt. Natürlich freue mich mich über solche Rückmeldungen, doch hat sich mir dadurch eine Frage aufgedrängt. Habe ich überhaupt einen "Stil". Diese Frage kann ich eindeutig mit Jein beantworten. Klar, häufig gucken meine Models nicht direkt in die Kamera oder wenn, dann mit recht intensiven Blicken. Häufig gibt es auch starke Kontraste, zum Beispiel bei den s/w Bildern. Aber reicht das, um zu sagen, das meine Bilder einen eigenen Stil haben?

Was ist überhaupt ein "Stil"?

Ich würde einen fotografischen Stil darüber definieren, dass bestimme Elemente (Ausdrücke, Emotionen, Bildbearbeitung) auf den Bildern eines Fotografen/ einer Fotografin immer wieder erscheinen und man so die Bilder jemand Bestimmten zuordnen bzw. wiedererkennen kann. Bei einigen Fotografen ist das relativ leicht. Wenn ich auf Facebook Bilder mit einem Braunton sehe, ist ganz häufig klar, dass das Bild von Nina Schnitzenbaumer gemacht wurde (oder bei einem Workshop vonIch ihr entstanden ist). Ihre Bilder sind recht leicht wiederzuerkennen, was an sich ja cool ist, da man diese Art der Bilder dann mit ihrem Namen verknüpft. Auch andere Fotografen sind durch zum Beispiel einen wiederkehrenden Bildaufbau oder natürlich Selbstportraits zu erkennen.

Ich bezweifle stark, dass man meine Art Bilder zu machen, aktuell mit meinem Namen verknüpft werden würde. Dafür sind meine Bilder vor allem nicht einheitlich genug. Doch die Frage ist eigentlich, ob das mein Ziel ist. Diesbezüglich bin ich mir nämlich ziemlich unsicher. Mir persönlich gefallen total viele unterschiedliche Bilder und Bildarten. Soll ich also nur Bilder machen, die zu meinem bisherigen Stil "passen" oder einfach das, worauf ich gerade Lust habe. Wenn ich auf einmal zum Beispiel neben Menschen auch noch Hunde; Landschaft und Makros fotografieren wollen würde, einfach nur, weil mir solche Bilder gefallen, könnte ich einen "einheitlichen Stil" ja fast nur noch über die Bildbearbeitung erreichen. Das, worauf ich Lust habe zu fotografieren ist nämlich ziemlichen Schwankungen unterworfen. Zwar weniger in Menschen, Tiere und Landschaft unterteilt, aber zum Beispiel in fröhlich, emotional oder nachdenklich. Vielleicht wird das ganze ja mit dem Alter einheitlicher ;)

Ich befinde mich, so würde ich es sagen, auf der Suche nach meinem Bildstil ohne wirklich zu suchen. Die grobe Richtung, wo es hingehen soll mit meinen Bildern, kenne ich. Aber wie viele Umwege es bis dahin gibt, ist völlig unklar.

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